Aus der Netzwerkabteilung
Heute mal eine humorvolle Satire von einer AS/400 Fachfrau über den Einsatz eines neuen Rechners im Netz
Ich bin neu im Team.
Vor einigen Tagen in die Truppe gekommen.
Ein wirklich nettes Team.
Schon ein wenig in die Jahre gekommen – aber nett.
Franky begrüßt mich ganz besonders freundlich.
Der andere gehört mehr zum Backoffice – macht irgendwelche wichtigen Arbeiten im Hintergrund – egal.
Ich hab im Moment gut damit zu tun mich auf meine neuen Aufgaben zu konzentrieren.
Noch lässt sich gar nicht genau sagen woraus die bestehen soll, aber als dann die modernen Waffen mir auf den Arbeitsplatz gelegt wurden .. da war es schon klar.
Ich sollte raus – raus an die Front.
Franky nahm mich beiseite und versuchte mich zu beruhigen.
„Es ist nicht so schlimm wie du gehört hast – es ist schlimmer!
Aber du hast all diese modernen Waffen, du bist schnell, jung und fit!
Schau mich an!
Ich hatte diese Mittel die ganzen letzten Jahre nicht – und habe auch überlebt.
Nun gut, ich gebe zu, sie haben mich wohl auch aufgrund meines Alters nicht mehr so recht ernst genommen.
Aber du wirst es schaffen!
Deshalb: Höre mir aufmerksam zu und lerne.“
Na, das waren ja Aussichten.
Ich sah mir Franky etwas genauer an.
Ich entdeckte die Narben, Zeugen vergangener Kämpfe.
In mir wuchs Respekt vor diesem alten Veteran.
Wenn er es geschafft hat …..
Aber ich würde als Kampfgegner für voll genommen werden!
Mich würden sie nicht aufgrund meines Alters verschonen.
Oder ignorieren.
Ich wappnete mich innerlich und äußerlich, wurde ich mit den modernsten Waffen ausgerüstet und darauf geschult.
Während der ganzen Zeit stand mir Franky mit Rat und Informationen bei.
Ein wirklich netter Kollege.
Und dann ging es los.
Ich hatte einige Übungseinsätze hinter mir, meine Waffen wurden danach neu justiert.
Aber jetzt war es keine Übung.
Heute war mein erster Fronteinsatz.
Franky hatte seine Einsatzunterlagen bereits abgegeben stand mir aber noch für eine kurze Zeit als Informant zur Verfügung.
Ich machte mich bereit.
Holte tief Luft.
Die erste Aufgabe ging ja noch.
Ich musste meinen Panzer nicht direkt verlassen.
Mein Puls raste.
Als die Aufgabe erledigt, die Klappen wieder geschlossen, merkte ich erst wie aufgeregt ich war.
Das ging gut.
Dieses Mal.
Die nächste Aufgabe!
Diese und ähnliche Aufgaben waren der Grund, weshalb ich mit den modernsten Waffen ausgerüstet war.
Ich machte mich bereit.
Zog die Manschetten noch einmal nach, überprüfte zum xten mal die Waffen.
Alles ok.
Und raus!
Die ersten paar Meter ließen sie mich noch in Ruhe.
Beobachteten mich erst einmal.
Aber dann kamen sie!
In Scharen stürzten sie sich auf mich.
Ich schlug sie rechts und links beiseite, immer das Ziel vor Augen.
Mein Atem ging schnell.
Sie versuchten mir diese ekligen Würmer anzuhängen.
Aber sie hafteten nicht.
Eine Spezialbeschichtung meiner Schutzkleidung.
Neben mir ging gerade ein Kollege in die Knie.
Den hatten sie geschafft.
Seine Waffen waren veraltet, er hatte nichts oder einfach zu wenig dagegen zu setzten.
Die Würmer gaben ihm den Rest.
Irgendwie sah das eklig aus.
Aber ich hatte keine Zeit für Sentimentalitäten.
Ich musste weiter.
Schon kam die nächste Angriffswelle.
Ich merkte, wie ich wütend wurde.
Zog die großen Waffen, gab alles und kam schließlich ans Ziel.
Völlig außer Atem erledigte ich meine Aufgabe.
Franky’s Anweisungen waren sehr genau.
Alles war so, wie er es beschrieben hatte.
Dadurch sparte ich viel Zeit und konnte weiter.
Zum nächsten Ziel, denn noch war ich nicht fertig.
Die nächste Angriffswelle!
Alle Rassen und Nationen waren in diesem Krieg vertreten.
Und sie wurden immer jünger !
Aber, immer mit meinem Ziel vor Augen, schlug ich mich tapfer.
Das nächste Ziel war erreicht und auch hier sparten mir Franky’s Anweisungen Zeit.
Sie waren so gut, dass ich mich immer noch genügend auf meine Angreifer konzentrieren konnte.
Fertig!
Ich konnte den Rückweg antreten.
Und dann war ich wieder in der Basis.
Franky murmelte eine Anerkennung.
Sehen konnte ich ihn nicht, ich würde später mit ihm über alles reden.
Erst einmal musste ich kontrollieren, ob ich mich infiziert hatte.
Ob mein Schutzpanzer beschädigt wurde.
Alles ok!
Ich hatte meinen ersten Einsatz erfolgreich erledigt und war ohne Beschädigung in die Basis zurück gekommen!
Meine Waffen wurden in der Basis kontrolliert.
Die Angriffsprotokolle wurden ausgewertet und danach wurden meine Waffen neu justiert und den Angriffsmethoden angepasst.
Ich hatte es geschafft!
Ich war das erste Mal für meine User im Internet und habe die Post abgeholt.
Jetzt nur noch die aktuellen Änderungen für meine Firewall und den Virenscanner downloaden und dann habe ich für heute Feierabend.
Und Morgen geht es wieder los.
Ich bin bereit!
Bereit für den Krieg da draußen im www.
Ute.Spiering (at) AS-STF (dot) de
Vielen Dank für’s veröffentlichen liebe Ute


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